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Broker-Lizenz prüfen: Firma, Register und Website abgleichen
Veröffentlicht · 4 Min. Lesezeit
Vor der Veröffentlichung von der Redaktion von The Proofmark nach unserer Methodik geprüft.
The Proofmark · Unsere Methodik
In diesem Artikel
10 Abschnitte
- 1 Was sagt eine Lizenz wirklich aus?
- 2 1. Finden Sie den rechtlichen Firmennamen
- 3 2. Öffnen Sie das offizielle Register selbst
- 4 3. Vergleichen Sie die Einzelheiten
- 5 4. Suchen Sie nach Warnungen
- 6 5. Achten Sie auf kopierte Firmendaten
- 7 Schon bezahlt und jetzt Zweifel?
- 8 Wo können Sie den Verdacht melden?
- 9 Kostenlos mit uns sprechen
- 10 Quellen und weiterführende Hinweise
Was sagt eine Lizenz wirklich aus?
Eine Erlaubnis gilt für eine bestimmte Firma, bestimmte Dienste und einen bestimmten Bereich. Sie gilt nicht automatisch für alle Unternehmen einer Marke oder jedes Land.
Auch eine zugelassene Firma kann riskante Anlagen anbieten. Kursverluste sind etwas anderes als Betrug. Eine Registerzeile ist keine Empfehlung, Geld anzulegen.
1. Finden Sie den rechtlichen Firmennamen
Suchen Sie im Vertrag, im Impressum und in den Kontounterlagen. Der Markenname auf der Startseite kann vom Namen der Vertragsfirma abweichen.
Notieren Sie die vollständige Website, den Firmennamen, die behauptete Aufsicht und die Nummer im Register. Lassen Sie sich unklare Angaben schriftlich erklären.
2. Öffnen Sie das offizielle Register selbst
Gehen Sie auf die Website der zuständigen Aufsicht. Folgen Sie keinem Link, den ein unbekannter Verkäufer als einzigen „Beweis“ schickt.
Für Deutschland ist die BaFin ein wichtiger Ausgangspunkt. Für Österreich ist es die FMA, für die Schweiz die FINMA. Eine Eintragung bei einer anderen Stelle kann etwas völlig anderes bedeuten, etwa nur eine Registrierung als Unternehmen.
Für Angebote in anderen Ländern können etwa FCA, ASIC oder die dort zuständigen Wertpapieraufsichten relevant sein. Welche Erlaubnis nötig ist, hängt vom Dienst und vom Land ab.
3. Vergleichen Sie die Einzelheiten
| Prüfen | Warum es zählt |
|---|---|
| Vollständiger Firmenname | Betrüger verwenden Namen echter Firmen. |
| Status der Erlaubnis | Frühere Zulassungen können beendet oder eingeschränkt sein. |
| Erlaubte Dienste | Eine Erlaubnis für eine Tätigkeit deckt nicht automatisch eine andere ab. |
| Land und Kundengruppe | Das Angebot muss auch für Ihren Fall passen. |
| Website und Kontakt | Bei Zweifeln über die im Register genannten Daten nachfragen. |
Nicht jedes Register zeigt alle Webadressen. Fehlt eine Angabe, ist das kein Beweis für Betrug. Fragen Sie die Aufsicht oder die echte Firma über einen unabhängig gefundenen Kontakt.
4. Suchen Sie nach Warnungen
Prüfen Sie zusätzlich die Warnlisten der Aufsichten. Vergleichen Sie die genaue Adresse. Ein ähnlicher Name reicht nicht, um zwei Angebote gleichzusetzen.
Keine Warnung gefunden? Das bedeutet nicht, dass die Firma sicher ist. Neue Seiten können noch unbekannt sein.
5. Achten Sie auf kopierte Firmendaten
Eine Klonfirma übernimmt Daten einer echten Firma, führt aber zu einer anderen Website oder einem fremden Konto. Fragen Sie die echte Firma, ob das Angebot und die Kontaktperson zu ihr gehören.
Senden Sie bis zur Klärung kein Geld. Geben Sie keine Passwörter, Einmalcodes oder Wallet-Schlüssel weiter.
Schon bezahlt und jetzt Zweifel?
Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienst. Sichern Sie Vertrag, Werbung und Belege. Fragen Sie nach den Möglichkeiten der konkreten Zahlung, auch wenn die Firma keine passende Zulassung hat.
Die ersten Schritte nach Betrug zeigen die Reihenfolge. Rechte und Schutzsysteme unterscheiden sich nach Land, Produkt und Vertragsfirma.
Wo können Sie den Verdacht melden?
Wenden Sie sich zuerst an Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienst, wenn Geld betroffen ist. Eine Meldung an eine Behörde ersetzt das nicht.
| Land | Verdacht melden und Firma prüfen |
|---|---|
| Deutschland | Bei der Polizei, auch über die Onlinewachen. Für Finanzangebote helfen die Register und Warnungen der BaFin. |
| Österreich | Bei der Polizei. Die FMA informiert über Anlagebetrug und Warnungen. |
| Schweiz | Bei der Polizei. Die FINMA erklärt, wie Sie verdächtige Finanzangebote prüfen können. |
Sie leben anderswo? Nutzen Sie die zuständige Stelle Ihres Landes. Die Sprache einer Website sagt nichts darüber aus, welches Recht gilt. Eine Anzeige oder Warnung führt nicht automatisch zu einer Rückzahlung.
Kostenlos mit uns sprechen
Sie wissen nicht, welcher Schritt passt? Fordern Sie ein kostenloses Telefongespräch an. Nennen Sie uns die Website, Ihr Land und die Zahlungsart. Wir helfen Ihnen, die Angaben zu ordnen und Fragen für Ihre Bank vorzubereiten.
Das Gespräch ist kostenlos. Eine Erstattung können wir nicht versprechen. Bei einer gefährdeten Zahlung kontaktieren Sie zuerst Ihre Bank. Warten Sie damit nicht auf unseren Rückruf.
Quellen und weiterführende Hinweise
Wohin in Ihrem Land
Betrug macht an Grenzen nicht halt. Die Stellen, die etwas tun können, schon. Hier ist Ihr Land — ändern Sie es, wenn wir falsch geraten haben.
Wählen Sie Ihr Land, um Anlaufstellen zu sehen. Fehlt es in der Liste, können Sie unser Team fragen.
🇬🇧 Vereinigtes Königreich
🔎 Firma prüfen
FCA Firm Checker — Suchen Sie nach der genauen Firma. Prüfen Sie, welche Dienste die Erlaubnis abdeckt.
🚨 Anzeige erstatten
Report Fraud (City of London Police) — Nutzen Sie den offiziellen Meldeweg für den jeweiligen Bereich. Bei einer Straftat wenden Sie sich auch an die Polizei.
↩ Geld zurückfordern
Financial Ombudsman Service — Kontaktieren Sie zuerst Ihre Bank oder den Zahlungsdienst. Prüfen Sie dann, ob diese Stelle für Ihre Beschwerde zuständig ist.
Zuständigkeit und Rechte hängen vom Land, der Firma und dem Dienst ab. Eine Meldung garantiert keine Erstattung.
Kontakte und Zuständigkeiten können sich ändern. Prüfen Sie die Angaben auf der jeweiligen offiziellen Website.
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